Inhaltsverzeichnis

Design: Sechs Designtrends die du kennen musst

Be Unique and authentic

Auch in diesem Jahr tut sich wieder einiges im Grafikbereich. Neue Contentformate erobern die Welt, Farbverläufe erleben ein Comeback und Logos werden den Entwicklungen im Bereich Mobile gerecht. Was das für dein Marketing und dein Business bedeutet, erfährst du in den nächsten Absätzen. Ich zeige dir sechs Trends, die du unbedingt auf dem Schirm haben solltest.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Trend #1 – Bright Colours

In diesem Jahr setzen große Marken weiterhin auf kräftige Farben. Inspiration finden die Designer in der Natur. Damit die Töne noch satter erscheinen, werden sie im Nachgang herausgearbeitet. Im Vergleich zum letzten Jahr werden die Auftraggeber mutiger und experimentieren mit ungewöhnlichen Farbkombinationen. Dahinter steht die eigene Identität. Weg vom Mainstream hin zum persönlichen Markenauftritt.

Bild: Das 2017 von Dropbox durchgeführte Rebranding gehört zu den außergewöhnlichsten überhaupt. Zum einen wurde die Eindimensionalität mit Hilfe diverser Farbkombinationen aufgelöst und zum anderen bedient sich der Filehoster diversen neuen Grafiktrends. Megastar Rihanna wurde mit kräftigen Farben in Szene gesetzt. Der andere Teil des Bildes wurde gezeichnet. Bildquelle: Screenshot Dropbox
Bild: Neben den leuchtenden Farben kommen zunehmend auch Farbkombinationen aus den 80ern und 90ern zum Einsatz. Bei nostalgischen Produkten wie die Sofortbildkamera von Polaroid wirkt es zudem sehr authentisch. Bildquelle: Screenshot Polaroid
Bild: Der Marktplatz Ebay setzt ebenfalls auf nostalgische Farben und kann damit beim Betrachter durchaus Punkten. Der Widererkennungswert geht ein Stück verloren, wenn alle Marken auf diesen Trend aufspringen. Was vorher einzigartig war, avanciert zum Mainstream. Bildquelle: Screenshot Ebay

Trend #2 – Be Unique and authentic

Marken müssen bei der Auswahl der Bilder umdenken. Material aus Stockdatenbanken erzeugen beim Kunden nicht mehr zwangsläufig die gewünschten Emotionen. Dafür ist die Bilderflut in den letzten Jahren zu sehr angestiegen. Konsequenterweise setzt sich der Trend nach individuell angepassten und authentischen Bildern fort.

Es gibt zahlreiche Portale, die Freelancer an Kunden vermitteln. Am bekanntesten dürften wohl Fiverr und Upwork sein. Für wenig Geld können Webmaster mithilfe der Vermittlungsportale individuelle Grafiken erstellen lassen. Die Preise sind zum Teil unverschämt günstig. Wir arbeiten ausschließlich mit einer Handvoll Freelancern über Upwork.com zusammen und wurden bis dato nicht enttäuscht. Die Kommunikation findet zwar auf Englisch statt, aber dafür können sich die Ergebnisse wirklich sehen lassen. Sämtliche Grafiken und Animationen für das MEGA-Magazin haben wir über Upwork koordiniert.

Bild: Stockdatenbanken wie Shutterstock, Adobe Stock und Co beherbergen Millionen von Bildern. Gerade in redaktionellen Artikeln werden häufig dieselben Bilder verwendet. Große Brands setzen auf individuelle Bilder. Kleiner Webseiten, bzw. Firmen mit wenig Budget sollten die Bilder im besten Fall selbst erstellen. Auch wenn diese qualitativ nicht so hochwertig sind, so sind diese doch authentisch. Das Smartphone leistet hier bereits sehr gute Arbeit. Bildquelle: Shutterstock

Trend #3 – Flat 2.0

Seit 2007 dominiert das Flat-Design die Grafikwelt. Keine Schatten, keine Farbverläufe und alles so minimalistisch wie möglich. Mittlerweile erlebt zumindest der Farbverlauf eine Renaissance. Brands wie Instagram oder Soundcloud machen es vor. Der Übergang ist weicher & flacher und integriert sich besser in das Flat Design.

Bild: Was früher noch der Hit war, ist heute kaum denkbar. Es gibt kaum noch Powerpoint-Präsentationen oder Website-Buttons mit auffälligen Farbverläufen. Das Comeback der Gradients passt ästhetisch zum Minimalismus. Dieser wird mit leuchtenden und intensiven Farben unterstrichen. Bildquelle: Instagram, Soundcloud, Mozilla, WhatsApp, Facebook

Trend #4– Cinemagraphs

Quelle: dkriznik/Shutterstock.com

Große Brands wie Daimler und Coca-Cola setzen bereits auf Cinemagraphs. Das Contentformat bietet gleich mehrere Vorteile. Zum einen sind die Produktionskosten im Vergleich zu einem Video deutlich geringer und zum anderen lässt es sich problemlos auf die Website oder den Social Media Kanal integrieren. Die Aufmerksamkeit des Lesers kann mit Hilfe des bewegten Teils gezielt gesteuert und die Werbebotschaft perfekt transportiert werden.

Aktuell werden Cinemagraphs vor Allem in Instagram und Facebook verwendet. Dabei eignet sich das Format besonders für redaktionelle Inhalte, denn dank des magischen Effekts erhöht sich die Verweildauer und es verringert sich die Absprungrate. Beides sorgt zwar nicht unmittelbar für steigende Rankings in den Google-SERPs, zahlt aber dennoch auf deine Website ein.

Trend #5– Responsive Logos

Responsive Designs stellen die logische Konsequenz aus dem Siegeszug des Smartphones dar. Die Inhalte werden zunehmend auf den Nutzer angepasst. Hier stellt sich die Frage, warum ein Desktop-Logo auch auf einem Endgerät mit kleinerem Bildschirm ausgespielt werden soll. Die Corporate Identity geht deshalb nicht zwangsläufig verloren, denn weder ist das Logo die Marke noch ist die Marke das Logo. Viel wichtiger ist die Erfahrung des Users. Dank des responsiven Logos bekommt der sichtbare Bereich mehr Platz und der Nutzer kommt schneller an seine Informationen. Der Besucher deiner Website erfährt ein positives Nutzererlebnis. Darum geht es doch, oder?

Bild: Responsive Logos sind noch nicht so weit verbreitet. Oftmals wird nur zwischen zwei Varianten unterschieden. TAG Heuer ist ein gutes Beispiel dafür, wie es funktioniert. Während 2018 noch ein sehr großes und nicht responsives Logo die Website schmückte, ist in 2021 Minimalismus angesagt. Bildquelle: TAG Heuer

Trend #6– Pattern

Vor einigen Jahren hat der Süßwarenkonzern Ferrero in Partnerschaft mit HP einen Design-Algorithmus entwickelt. Dieser hat automatisch sieben Millionen Nutella Gläser designt, sodass jedes Packaging Design einzigartig war. Trotz Minimalismus und viel white Space setzen sich abstrakte und geometrische Muster in 2021 weiter durch.

Bild: Die einzigartigen Nutella-Gläser waren sowohl ein voller Erfolg als auch innovativ. In den nächsten Jahren werden solche Techniken vermehrt Anwendung finden und in den Kaufhallen der Welt anzutreffen sein. KI wird wichtiger und in dem Beispiel seinen Namen gerecht. Bildquelle: Ferrero

Grafiktrends #Fazit

Am besten überprüfst du deine Website oder deinen Social-Media-Auftritt auf die hier vorgestellten sechs Trends. Ich bin mir sicher, dass der ein oder andere Trend sich auch bei dir umsetzen lässt.

Einen kompletten Markenauftritt farblich zu verändern ist natürlich nicht in wenigen Stunden gemacht, aber die Verwendung eines responsiven Logos oder die Nutzung von Cinemagraphs ist zügig erledigt und bringt neben der positiven User-Signals auch ein positives Nutzererlebnis.

Ich möchte am Ende noch erwähnen, dass es zahlreiche weitere Trends gibt. Also mit den hier gezeigten sechs Trends ist es noch lange nicht getan.

Ich werde dir abschließend noch eine kleine Übersicht geben:

  • Scroll-Transformation: Wenn du dich durch eine Website scrollst, beginnen sich im Hintergrund die Grafiken zu verändern. Die Website reagiert auf deine Interaktion.
  • Physische Produkte aufbereitet: Produkte in Szene setzen! In großen Online Shops schwer umzusetzen, aber es ist möglich. Der Kunde kauft ein Produkt aus einer Emotion heraus, bzw. aus einem Bedürfnis. Du musst es ihm schmackhaft machen und genau hier unterstützt dich die Aufmachung der Verkaufspage.

In den nächsten Jahren werden die neuen Designtrends unseren Alltag im Web begleiten. Es fühlt sich alles professioneller an.

Ich freue mich darauf.

Martin Brosy
Ich bin vielleicht nicht SEO der ersten Stunde, aber zumindest schon seit 2010 mit von der Partie. Seitdem hat sich im Online Marketing viel getan. Google avanciert von Jahr zu Jahr zu einer Suchmaschine, die den Nutzer immer besser versteht. Search Experience Optimization wird komplexer und sollte als Teildisziplin immer mit am Tisch sitzen. Damit ich den Wandel nicht verschlafe und für unsere Kunden adäquat arbeiten kann, halte ich im Jahr weit mehr als zehn Vorträge zu den Themen Online Marketing und Content Distribution, lasse meine Expertise zertifizieren und schreibe regelmäßig hier im MEGA-Magazin. Privat mache ich gerne Ausdauersport, schaue jedes Rennen unserer deutschen Biathleten und bin Papa einer kleinen Tochter.