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Simsalabim – Diese Linkbuilding-Aussagen sind einfach falsch!

Backlinks bringen nichts mehr :D

Man hört und liest jede Menge Zweifelhaftes, wenn es um das Thema Linkbuilding geht. Unter all den im Netz kursierenden Fehlinformationen gibt es aber einige Behauptungen, die immer wieder auftauchen, obwohl Google selbst sie teilweise bereits widerlegt hat. Ich habe für diesen Artikel 4 besonders bekannte Legenden herausgesucht, die sich hartnäckig halten und deine SEO-Strategie in die völlig falsche Richtung lenken können, wenn du ihnen Glauben schenkst.

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Warum Linkbuilding-Legenden entstehen und wieso sie nicht verschwinden

Gerüchte, Mythen und Legenden gibt es in jeder Branche und natürlich auch im privaten Bereich. Grundsätzlich gilt, dass die meisten dieser Aussagen einen wahren Kern haben bzw. unter Umständen zutreffen können. Ein weiteres Charakteristikum von Legenden ist, dass sich diese nur sehr schwierig auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen lassen.

Über das Linkbuilding wird häufig nur hinter vorgehaltener Hand gesprochen, denn offiziell ist Google überhaupt nicht scharf darauf, dass hier massiv nachgeholfen wird. Warum? Weil Backlinks ganz offenbar ein wichtiger Rankingfaktor sind. Sonst würde Google wohl kaum so viel Wert darauf legen, unnatürlichen Linkaufbau zu unterbinden.

Sucht man im Internet nach Linkbuilding-Tipps, landet man zwangsläufig auf Seiten, die längst nicht mehr auf dem neuesten Stand sind. Ich will gar nicht behaupten, dass sämtliche Linkbuilding-Legenden, die ich gleich zerlegen werde, kompletter Unsinn sind (und es immer waren). Aber teilweise gibt es einfach längst schon neue Erkenntnisse, sodass Aussagen aus der Vergangenheit schlichtweg nicht mehr zutreffen bzw. korrigiert werden müssten.

Da das Internet aber bekanntlich nicht vergisst und manche SEOs auch einfach ein bisschen lernresistent zu sein scheinen (“Aber das haben wir immer so gemacht!”), haben sich manche Mythen wacker gehalten. Es wird Zeit, dass wir die Gerüchteküche säubern und uns nicht auf Behauptungen verlassen, die maximal Halbwahrheiten darstellen.

Folgende Linkbuilding-Legenden schaue ich mir jetzt mit dir an:

  • Backlinks bringen nichts mehr
  • Nofollow-Links haben keinen Effekt
  • Gastartikel sind ein legitimer Weg zum Backlinkaufbau
  • Nur die Stärke der Website definiert die Power des Backlinks

Legende #1: Backlinks bringen nichts mehr

Ernsthaft? Wenn du dieser Legende Glauben schenkst, empfehle ich dir meinen Artikel Backlinks: Der gehasste und unterschätzte Rankingfaktor. Darin wirst du erfahren, dass Backlinks von Anfang an ein elementarer Faktor zur Bestimmung der Stärke von Websites waren. Der Durchbruch von Google als Suchmaschine lässt sich darauf zurückführen, dass der Algorithmus Verlinkungen von einer Website auf eine andere als “Empfehlung” interpretiert und somit erkennt, welche Seiten besonders populäre Inhalte anbieten.

Denke noch einmal darüber nach, was ich in der Einleitung gesagt habe: Google ist kein Fan von unnatürlichem Linkaufbau. Warum wohl? Natürlich deshalb, weil es die Mechanismen des Algorithmus aushebelt. Wenn ich eine völlig lächerliche Website ohne relevante Inhalte mit massenhaft Top-Backlinks der Big Player ausstatten könnte, würde diese Seite (in diesem Fall zu Unrecht) massiv an Reputation seitens Google gewinnen.

Natürlich heißt das nicht, dass die Seite auf einmal zu jedem Keyword in den Top 10 ranken wird. Welche Suchergebnisse von Google ausgespielt werden, hängt schließlich auch massiv davon ab, wie gut der Content auf der Seite ist. Auch technische Aspekte (z.B. Responsive Design und Ladezeiten) werden immer wichtiger.

Backlinks laden deine Seite im übertragenen Sinne mit ordentlich PS auf. Damit du diese aber auf die Straße bekommst und dir deine Karosserie nicht um die Ohren fliegt, musst du auch inhaltlich etwas bieten können. Ganz nebenbei bemerkt würde es sonst auch ziemlich verdächtig wirken und Google wird sich fragen, wieso deine Seite die vielen Links überhaupt verdient.

Eine falsche Erwartungshaltung nährt diese Legende

Infografik: Google belohnt Websites, die hochwertigen Content anbieten. Backlinks sind ein zusätzliches Qualitätssignal, aber bringen eine Website nicht im Alleingang nach ganz vorne. Quelle: MEGA

Ich kann dir ziemlich sicher sagen, wie die Legende “Backlinks bringen nichts mehr” entstanden ist. Es ist Zeit für eine kleine Geschichte:

Es war einmal ein Seitenbetreiber, der unbedingt in die Top 10 von Google wollte. Doch statt gute Inhalte anzubieten, entschied er sich dazu, eine Abkürzung zu nehmen und kaufte sich Backlinks bei einigen (vermeintlich) starken Websites. Leider blieb die erhoffte Wirkung aus und etliche Konkurrenten zogen an ihm vorbei. Dabei hatten diese überhaupt keine Links generiert, sondern nur am Content geschraubt. Schon war er sich sicher: “Backlinks bringen nichts mehr!” … und wenn er seinen Fehler nicht begriffen hat, dann steht er noch heute auf Seite 2.

Ich befürchte, dass viele Seitenbetreiber eine falsche Erwartungshaltung haben, was Backlinks angeht. Wer glaubt, dass einen Backlinks alleine auf die erste Seite bringen, liegt in den meisten Fällen falsch. Eine schlecht optimierte Seite mit Links zu pushen kann sogar eher schädlich sein.

Googles größtes Ziel ist es, dem User die besten Antworten auf seine Fragen zu geben. Dafür durchsucht Google das Internet nach Websites, die sich mit dieser Fragestellung auseinandersetzen – und wertet dabei immer mehr Faktoren aus, die schließlich beeinflussen, ob eine Website es auf die erste Seite schafft.

Wenn Google zwei Seiten findet, die beide viele gute Informationen bieten, müssen andere Anhaltspunkte her, um das finale Ranking zu erstellen. Backlinks sind dann meist das Zünglein an der Waage und machen den Unterschied. Deshalb darfst du deinen Linkaufbau nicht vernachlässigen, wenn du nach ganz oben willst!

Hier sind noch drei weitere Gründe, wieso Backlinks garantiert etwas bringen:

  1. Mehr Backlinks = schnelleres Crawling: Der Google-Bot stößt häufiger auf gut vernetzte Seiten, was die Indexierung neuer Inhalte beschleunigt. Je früher deine Seite im Index ist, desto schneller kann sie ein gutes Ranking erzielen.
  2. Mehr Backlinks = mehr Traffic: Über einen Backlink können natürlich auch neue User zu dir finden. Je nachdem, wie populär die Seiten sind, auf denen du verlinkt wirst, können externe Besucher zu einem wichtigen Traffic-Kanal werden.
  3. Mehr Backlinks = stabile Rankings: Auch wenn Backlinks sicherlich nicht der einzige Rankingfaktor sind, ist ihr Einfluss nicht abzustreiten. Je breiter dein Linkportfolio ist, desto unempfindlicher ist deine Website dafür, wenn mal ein Link gelöscht wird oder wenn deine Konkurrenz ebenfalls mit dem Linkaufbau startet.

Legende #2: Nofollow-Links haben keinen Effekt

Der Google-Bot durchsucht unfassbar viele Seiten. Damit er dabei überhaupt noch hinterherkommt, hat Google verschiedene Regeln definiert, wie man mit dem Bot kommunizieren kann. Es gibt z.B. Anweisungen, dass der Bot bestimmte Seiten nicht besuchen soll. Und dann gibt es natürlich auch noch den berüchtigten nofollow-Tag.

Dieses Attribut wird via HTML an einen Link angehängt und signalisiert dem Suchmaschinen-Crawler, dass er einem solchen Link nicht folgen soll (daher kommt auch der Name). Folglich war für viele SEOs klar: “Nofollow-Links haben keinen Effekt”.

Google selbst hat bestätigt, dass Links in der Regel nicht für das Crawling berücksichtigt werden, wenn das nofollow-Attribut gesetzt ist. Allerdings sollte dich schon die Formulierung “in der Regel” aufhorchen lassen, denn das impliziert ja, dass es Fälle gibt, in denen Nofollow-Links trotzdem einen Wert für die Suchmaschinenoptimierung haben können.

Seit dem Jahr 2019 hat sich das nofollow-Linkattribut ohnehin deutlich verändert. Inzwischen gibt es die ergänzenden Tags ugc und sponsored, die User-generated Content bzw. bezahlte Links (z.B. in Sponsored Posts) klar erkenntlich machen sollen. Mit nofollow soll man Links markieren, die man nicht explizit empfehlen, sondern nur darauf verweisen möchte. Dadurch wird es erstmal auch unwahrscheinlicher, dass Google den Link wie einen normalen wertet.

Warum nofollow-Links fast immer etwas bringen

GIF: Früher gab es nur das nofollow-Attribut. Heute können Seitenbetreiber noch stärker differenzieren, warum der Google-Bot einer Seite nicht folgen soll. Das heißt aber nicht, dass er es nie tun wird. Quelle: MEGA

Trotzdem kann eine Website von einem nofollow-Link profitieren. Hier ist an erster Stelle der Traffic zu nennen, der über einen solchen Link generiert werden kann. Wenn ein Link oft geklickt wird, kann Google nicht einfach darüber hinwegsehen und so tun als wäre dieser nicht relevant – und ich bin davon überzeugt, dass das auch nicht der Fall ist.

Ein gutes Beispiel sind zum Beispiel Links von Wikipedia. Wenn du es schaffst, dass deine Website als Quelle angegeben wird, kannst du dich bei einem populären Thema sicher über ordentlich Traffic freuen. Allerdings sind alle Wikipedia-Links zu externen Quellen mit dem nofollow-Tag ausgestattet. Ich kann dir aber versichern, dass Wikipedia-Links in vielen Fällen deinem Ranking einen echten Boost geben können.

Dafür gibt es zwei mögliche Erklärungen:

  • deine Website profitiert indirekt vom Traffic, weil sich die Nutzer auf deiner Seite wohl fühlen, was positive Signale an Google sendet (z.B. längere Verweildauer, mehr Traffic insgesamt etc.).
  • der Link wird von Google (ausnahmsweise) trotz des nofollow-Attributs als Empfehlung gewertet, weil der Traffic signifikant ist und eine thematische Relevanz gegeben ist

Die Aussage, dass nofollow-Links keinen Effekt haben, ist auf jeden Fall eine viel zu kurzsichtig gedachte Legende. Allein der Traffic, der über so einen Link zustande kommt, kann deine Website enorm voranbringen. Wenn du dann noch das Glück hast und Google crawlt deinen nofollow-Link aufgrund der hohen wahrgenommenen Relevanz trotzdem, schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe. Ich würde einen nofollow-Link mit viel gutem Traffic immer einem normalen Link ohne Traffic vorziehen.

Legende #3: Gastartikel sind ein legitimer Weg zum Backlinkaufbau

Es ist nicht einfach an gute Backlinks zu kommen und natürlich wird dich auch kaum jemand freiwillig und ohne Gegenleistung verlinken. Weil gekaufte Links aber zwingend mit dem sponsored-Attribut markiert werden müssen und somit ihren unabhängigen Empfehlungscharakter einbüßen, müssen andere Wege gefunden werden, um Backlinks ohne nofollow- oder sponsored-Tag einzusammeln.

Lange Zeit galten Gastartikel als perfekte Lösung um diese Situation zu lösen. Dabei gibt es eine klare Win-Win-Situation: Der Publisher (also die Website, auf welcher der Gastartikel veröffentlicht wird) erhält kostenlos guten Content und der Autor erhält für seine Mühe einen wertvollen Backlink im thematisch passenden Umfeld.

Es gibt aber gleich mehrere Haken an dieser Backlink-Strategie:

  • Google verbietet explizit das Setzen von Links als Gegenleistung. Eine Ausnahme sind gesponserte Beiträge, die Links mit dem sponsored-Tag enthalten. Allerdings liefern diese nur Traffic. Der Google-Bot folgt ihnen nicht.
  • Einigermaßen auf der sicheren Seite ist man noch, wenn man Links auf nofollow setzt. Allerdings wird Google nicht begeistert sein, dass man das extra dafür eingeführte sponsored-Attribut ignoriert.
  • Bei Gastartikeln wird typischerweise der Autor angegeben. Enthält der Beitrag zufälligerweise einen nicht markierten Link zur Firma des Autors, ist dies sehr verdächtig. Links in der Autoren-Box, wie sie bei manchen Blogs üblich ist, wären hingegen okay – aber natürlich wieder nur mit dem sponsored-Attribut.

Du solltest dich auf keinen Fall blauäugig in den das Linkbuilding über Gastartikel verrennen. Es ist keine von Google akzeptierte Möglichkeit, um rechtmäßige Verlinkungen auf deine Seite ohne Kennzeichnungspflicht zu erlangen. Dieser Schuss kann für dich also schnell nach hinten losgehen!

Aber wie soll man denn überhaupt noch Backlinks bekommen?

In der Theorie ist es ganz einfach: Du musst Inhalte produzieren, die es wert sind, verlinkt zu werden. Es gibt immer einen Kontext, in dem ein Link sinnvoll ist und es gibt Szenarien, in denen eine Verlinkung absolut unnatürlich wirkt und Google sofort auffallen wird.

Betreibst du z.B. einen Online Shop, ist es sehr merkwürdig, wenn deine Startseite immer wieder in redaktionellen Beiträgen verlinkt wird. Was macht deinen Shop so besonders, dass er immer wieder namentlich genannt wird? So eine Strategie fliegt schnell auf.

Ich kann dir daher nur raten, in den Aufbau hochwertigen Contents zu investieren, der es verdient hat, das er in einem anderen Beitrag verlinkt wird. Verkaufst du z.B. Küchengeräte und hast in deinem Blog eine detaillierte Anleitung veröffentlicht, wie man einen Gefrierschrank abtaut, stellt dies wertvollen Content dar, der auf natürliche Weise verlinkt werden kann.

Stell dir vor, es wird ein Artikel zum dem Thema “7 Tipps zum Energiesparen” auf einer anderen Seite verfasst. Dann ist dein Ratgeber zum Abtauen des Gefrierschrankes die ideale Ergänzung, da die Anleitung im Beitrag rund um das Energiesparen nicht so ausführlich ausfallen kann, wie auf deiner Seite.

Jetzt muss nur noch irgendwie der Verfasser des Beitrages “7 Tipps zum Energiesparen” auf deinen Blogartikel aufmerksam werden. Ich bin mal ehrlich: Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist leider nicht besonders hoch. Um dieses Problem zu lösen, haben sich die modernen Online Marketing Disziplinen Linkmarketing, Content Seeding und Outreach Marketing entwickelt.

Wenn du die rosarote Brille absetzt, wird dir sicher klar, dass sich dahinter in der Regel das klassische Konzept des Linkaufbaus über Gastartikel verbirgt. Doch je sorgfältiger man an das Thema herangeht und je glaubwürdiger man sein Content-Gerüst aufbaut, desto schwieriger ist dieser Ansatz von Google zu durchschauen. Ich bin zudem davon überzeugt, dass Google mit seiner Drohung, keine Links zu kaufen, vor allem plumpe Ansätze unterbinden will, bei denen der Mehrwert des Nutzers nicht im Fokus steht.

Die Aussage, dass Gastartikel ein legitimer Weg sind, um Backlinks zu erhalten, ist eine falsche Legende. Nur als gesponsert markierte Links dürfen über diesen Weg generiert werden. Aber das ist natürlich nicht das Ziel beim Linkaufbau.

Legende #4: Nur die Stärke der Website definiert die Power des Backlinks

Wenn man das “nur” in dieser Aussage weglässt, wird aus dieser Legende eine Tatsache. Die Vertrauenswürdigkeit einer Seite und die Anzahl sowie Qualität ihrer eigenen Backlinks hat eine Auswirkung darauf, wie viel Power sie potentiell an deine Seite weitergeben kann.

Allerdings schauen viele Seitenbetreiber immer noch auf die falschen Metriken beim Backlinkaufbau und fokussieren sich z.B. komplett auf den Sichtbarkeitsindex. Wenn ich die Wahl zwischen zwei thematisch passenden Websites habe, präferiere ich natürlich eher die Linkquelle mit den besseren Metriken. Aber die Auswahl nur auf Zahlen zu basieren, ist der falsche Weg.

Es gibt eine ganze Reihe verschiedener Kriterien, die darüber entscheiden, wie viel Wirkung der Backlink letztlich entfacht. Die folgende Tabelle zeigt Einflussfaktoren, die neben der reinen Stärke der Domain noch relevant sind.

EinflussfaktorBest Practice
Thema der SeiteIdealerweise sehr nah am Linkziel, um semantische Relevanz zu erzeugen und die Wahrscheinlichkeit für Klicks auf den Link zu erhöhen.
Platzierung des BacklinksAm besten im oberen Bereich und als erster externer Link im Beitrag. Zudem sollte der Linktext passend zur Zielseite gewählt werden. Ein interessanter Linktext erhöht zudem die Klickrate.
Qualität des ContentsMöglichst hoch und suchmaschinenoptimiert, um mehr Traffic auf den Beitrag zu erhalten, die Wahrscheinlichkeit für Klicks zu erhöhen und themenrelevanz zu signalisieren.

Ein Backlink auf “verlorenem Posten” ist weniger wert als ein Backlink, der in einem hochwertigen Beitrag eingebettet ist, der einen semantischen Bezug zu deiner verlinkten Seite hat und häufig geklickt wird. Das Umfeld eines Backlinks ist genauso wichtig, wie die grundsätzlichen Metriken der Seite.

Natürlich kann ich dir nur raten, dass du dir ein breites Linkprofil aufzubauen, um deiner Website zu immer mehr Stärke zu verhelfen. Aber Websites ohne thematischen Fit und mit geringem Traffic-Potential dürfen nicht das einzige Pferd sein, auf das du setzt. Ein solcher Linkaufbau wirkt nicht nur künstlich und birgt somit das Potential für Abstrafungen, sondern bringt auch rein technisch viel weniger. Der Algorithmus ist inzwischen einfach viel schlauer, was das Bewerten von Backlinks angeht.

Fazit zu den Linkbuilding-Legenden

Abschließend möchte ich dir mit auf den Weg geben, dass du alles, was du rund um das Thema Linkbuilding liest, auf Herz und Nieren prüfst. Bevor du vermeintliche Shortcuts und Lifehacks in deine Strategie implementierst, solltest du diese unbedingt prüfen.

Basierend auf meiner Erfahrung kann ich dir sagen, dass seriöser Linkaufbau nichts mit Tricksereien zu tun hat. Selbst wenn etwas heute noch funktioniert, kann es morgen schon wieder ganz anders laufen und Google schickt dich mit dem nächsten Update in die SERP-Hölle.

Die zentralen Erkenntnisse aus unserer Legenden-Analyse habe ich hier noch einmal für die zusammengefasst, damit du sie garantiert verinnerlichst:

  1. Backlinks haben nach wie vor Einfluss auf das Ranking, aber thematische Relevanz und Traffic sind inzwischen wichtiger als stumpfe SEO-Metriken.
  2. Jeder Backlink hat einen gewissen Wert – auch solche mit dem Nofollow-Attribut. Wichtig ist aber, dass sie sinnvoll eingebunden und geklickt werden.
  3. Gastartikel können nicht mehr zum klassischen Linkaufbau genutzt werden. Das sponsored-Attribut reguliert diesen Bereich.
  4. Wer Backlinks aufbauen möchte, sollte Inhalte auf seiner Seite anbieten, die es wirklich verdient haben, verlinkt zu werden.
Martin Brosy
Ich bin vielleicht nicht SEO der ersten Stunde, aber zumindest schon seit 2010 mit von der Partie. Seitdem hat sich im Online Marketing viel getan. Google avanciert von Jahr zu Jahr zu einer Suchmaschine, die den Nutzer immer besser versteht. Search Experience Optimization wird komplexer und sollte als Teildisziplin immer mit am Tisch sitzen. Damit ich den Wandel nicht verschlafe und für unsere Kunden adäquat arbeiten kann, halte ich im Jahr weit mehr als zehn Vorträge zu den Themen Online Marketing und Content Distribution, lasse meine Expertise zertifizieren und schreibe regelmäßig hier im MEGA-Magazin. Privat mache ich gerne Ausdauersport, schaue jedes Rennen unserer deutschen Biathleten und bin Papa einer kleinen Tochter.