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WordPress oder Wix? Das ist das richtige CMS für Deine Website!

WordPress hat einen Marktanteil an den weltweiten Websites von mehr als 40 %, Tendenz steigend. Auf der anderen Seite kann sich Wix „nur“ einen Anteil von 1,7 % sichern. Wenn Du diese Zahlen siehst, scheint die Frage, welcher Anbieter der bessere ist, einfach zu beantworten. Doch wenn es um Deine eigene Website geht, solltest Du mehr als reine Zahlen in die Entscheidung einbeziehen. Ganz besonders dann, wenn Du bisher keine Erfahrung auf dem Gebiet hast und Dir Begriffe wie HTML und CSS Fremdwörter sind.

Wir vergleichen die beiden Anbieter WordPress und Wix in den Bereichen Usability, Design, Apps und speziellen Funktionen in E-Commerce oder SEO und sagen Dir, welche Preise Du erwarten kannst. So legst Du Deine Website bei dem Anbieter an, der sich am besten für Deine Zwecke eignet.



Usability: So einfach kann es sein

Wix funktioniert nach dem Website-Baukasten Prinzip. Das heißt, Elemente werden per Drag-and-drop in Position gezogen und müssen dann nur noch angepasst werden. Das System ist so einfach, dass keinerlei Vorkenntnisse benötigt werden. Wer zusätzliche Funktionen benötigt, der findet sie im App Store des Anbieters.

Bild: Wix führt dich wirklich clever durch den Baukasten. Eingangs musst du drei Fragen beantworten. Die Antwortmöglichkeiten gibt dir WIX vor. Ich habe es tatsächlich nicht als nervig empfunden. Schöne Idee @Wix
Bild: Ich habe es exemplarisch ausgefüllt. Eine smarte Lösung, um den Nutzer besser kennenzulernen. Auf Basis deiner Vorschläge werden die Templates für deine künftige WIX-Website vorgeschlagen.

WordPress kann mitunter mehr vom Nutzer abverlangen. Für einfache Websites reichen die kürzlich eingeführten Blocks, welche du über den Page Builder Gutenberg nutzen kannst. Dort klickst Du einfach auf eines der angelegten Muster und füllst dann nur noch aus. So kannst Du auch als Anfänger eine Website erstellen. Du nutzt damit aber nur einen geringen Teil der Funktionsmöglichkeiten. Willst Du mehr, benötigst Du bei WordPress HTML-Kenntnisse oder Plugins wie Elementor.

Bild: Der Gutenberg Editor von WordPress gibt einiges her. Ich würde heute nur bedingt einen anderen Page Builder empfehlen. Die Individualisierungen sind zwar begrenzt, reichen jedoch vollkommen aus. Unser MEGA-Magazin haben wir mit dem Gutenberg-Editor gestaltet.

Die Usability ist also bei beiden Anbietern auch für Anfänger gegeben. Fortgeschrittene können aus WordPress aber bei weitem mehr herausholen.

Bild: WordPress bietet dir zahlreiche kostenlose Themes an.

HILFE – Support bei Fragen? WIX oder WordPress?

Wix unterstützt von vornherein mit Artikeln und Tutorials. Klappt bei Dir trotzdem mal etwas nicht, dann findest Du in den Foren Antworten oder kannst den Telefon-Support nutzen.

WordPress unterstützt ebenso mit Artikeln und sendet in den ersten Tagen nach Erstellung der Website E-Mails mit Tipps und Tricks rund ums Thema Website. Bei Problemen oder dem Austüfteln von technischen Feinheiten stehen auch hier Foren zur Verfügung. Der direkte Support ist etwas anders gestaltet: Er hängt ganz davon ab, welchen Tarif Du gewählt hast. Der persönliche Tarif beinhaltet nur den E-Mail-Support, während in den teureren Tarifen auch ein Live-Chat verfügbar ist. Einen Telefon-Support suchst Du hier jedoch vergebens.

WordPress mag zwar die größere Community haben und dank langjährigem Bestehen sind in den Foren auch viele Probleme bereits zur Genüge diskutiert worden, doch der fehlende Support per Telefon ist ein Problem. Legst Du Wert auf Kundenservice, bist Du mit Wix besser bedient.

Design: So viel Auswahl bieten Wix und WordPress

Erstellst Du Deine Website mit Wix, kannst Du aus rund eintausend kostenlosen Vorlagen wählen. Dank Einteilung in verschiedene Kategorien wie Blog, Business, Community oder Kreatives sind passende Ideen für Deine Website schnell gefunden.

Die kostenlosen Vorlagen haben jedoch ein Manko: Sie sind nicht responsiv. Das heißt, die Darstellung ist nicht für alle Gerätetypen optimiert. Sieht Deine Website auf dem Smartphone schick aus, kann das auf dem Desktop schon ganz anders sein. Hier ist oft Nachbearbeitung nötig.

Bild: Sieht nicht schlecht aus. WIX bietet interessante Vorlagen an. Ich war positiv überrascht. Und das sage ich als WordPress-Fanboy.

WordPress bietet sogar noch mehr Auswahl: Mehr als achttausend kostenlose Vorlagen stehen Dir zur Verfügung. Dazu kommen jede Menge Premium Themes, die in den höherpreisigen Tarifen enthalten sind oder dazugekauft werden können. Diese Vielfalt an Vorlagen kannst Du sowohl nach Einsatzbereichen als auch nach speziellen Features Durchsuchen. Die meisten Themes sind responsiv, im Zweifelsfall findest Du diese Info in der Detailansicht. Kennst Du Dich mit CSS und HTML aus, kannst Du Vorlagen sogar anpassen, damit sie zu 100 % Deinen Vorstellungen entsprechen.

Bild: WordPress bietet eine deutlich größere Auswahl. Kennst du das? Du möchtest einen Film schauen und sichtest das Angebot. Das Überangebot macht dir die Entscheidung allerdings nicht einfacher, sondern erschwert die Auswahl sogar. Wenn du also schnell zu einem Ergebnis kommen möchtest, dann entscheide dich für WIX.

Egal ob Anfänger oder fortgeschritten: Dank aktiver Community, die Designs beisteuert, hast Du die meiste Auswahl mit WordPress. Auch Wix bietet jedoch eine genügend große Anzahl an Vorlagen, um Deine Website gestalten zu können.

Den eigenen Blog richtig integriert

Bild: Links im Bild siehst du die Kategorien. Den Beitrag kannst du in WIX zum Beispiel der Kategorie „Unterhaltung“ zu ordnen. Die Kategorien selbst kannst du festlegen.

Wenn es ans Bloggen geht, kann sich Wix durchaus sehen lassen: Tags und Kategorien für die Artikel sind genauso wenig ein Problem wie das Planen der Veröffentlichung im Voraus. Ein Pluspunkt: Du kannst einen alternativen Titel für Blogbeiträge angeben, die auf mobilen Geräten angezeigt werden. Allerdings ist der Editor für das Layout etwas begrenzt in seinen Funktionen und neben einigen rudimentären Elementen wie Bildern, Galerien oder Videos müssen weitere Elemente per HTML hinzugefügt werden.

WordPress hat gerade beim Thema Bloggen die Nase vorn: Tags und Kategorien sind genauso Standard wie RSS und es steht eine breite Auswahl an Elementen zum Einfügen zur Verfügung. Genau wie auf den einzelnen Seiten Deiner Website kannst Du auch bei Blogbeiträgen mit Blocks arbeiten. Die Optik des Blogs hängt vom Theme ab, dass Du für Deine Website ausgewählt hast, und fügt sich nahtlos in den Rest der Website ein. Das genutzte Theme kann unter Umständen auch Funktionen freischalten oder einschränken wie etwa die Auswahl bestimmter Beitragstypen.

Sogenannte Tags (Schlagworte) würde ich aus der Perspektive eines Suchmaschinenoptimierers nicht verwenden. Häufig werden zu viele Tags genutzt und dadurch eine Vielzahl an unnötigen Übersichtsseiten erzeugt. Da sich die Seiten ähneln, entstehen schnell doppelte Inhalte.

Willst Du neben Deiner Website nur gelegentlich bloggen, ist Wix eine gute Wahl. Liegt der Fokus jedoch auf dem Blog selbst oder sollen regelmäßig Beiträge veröffentlicht werden, dann ist WordPress mehr zu empfehlen.

Apps & Plug-ins: noch mehr Funktionen für Deine Website

Sowohl Wix als auch WordPress bieten zusätzliche Funktionen über Anwendungen von Drittanbietern. Bei Wix steht hierfür ein App Store zur Verfügung, in dem mehrere hundert kostenlose, aber auch kostenpflichtige Apps angeboten werden. Dabei gibt es Anwendungen für spezifische Bereiche. Brauchst Du etwa ein Buchungssystem für ein Hotel oder bestimmte Business Tools, kannst Du das einfach über eine der Apps hinzufügen.

Bild: Auch Wix bietet dir PlugIns, bzw. Apps an. Sodass du die Seite nach deinen Bedürfnissen anpassen kannst.

Bei WordPress sind solche Anwendungen als sogenannte Plugins zu finden. Die Auswahl ist dabei größer als bei Wix: Hier finden sich über tausend wählbare Plugins, wobei ebenfalls kostenlose und kostenpflichtige Produkte angeboten werden.

Bild: WordPress-PlugIns sind natürlich kostenlos. Zumindest, wenn du das CMS nicht bei WordPress hostest. Hostest du bei WordPress direkt, musst du deine Mitgliedschaft upgraden.

Geht es um die reine Anzahl der Zusatzfunktionen, dann bietet WordPress in diesem Bereich mehr. Du solltest aber im Vorhinein überlegen, welche Funktionen Du wirklich benötigst. Sind die für Deine Branche spezifischen Funktionen auch bei Wix gegeben, wirst Du hier keinen Nachteil haben, denn die Anwendungen sind qualitativ hochwertig.

E-Commerce: Dieser Anbieter verkauft besser

Braucht Deine Website auch einen Online-Shop? Sowohl Wix als auch WordPress bieten dafür Optionen.

Das Angebot von Wix eignet sich eher für kleinere Unternehmen. Während mehrere Zahlungsoptionen zur Verfügung stehen, kannst Du den Shop nicht in mehreren Sprachen gestalten. Auch was Unterebenen angeht, steht Dir nur eine zur Verfügung. Ist Dein Produktkatalog also etwas komplexer, wird Wix die Anforderungen nicht erfüllen. Dazu kommen nur begrenzte Versand- und Steueroptionen.

Bild: In wenigen Sekunden einen Online-Shop. Das macht WIX schon echt gut. Wer also nicht viel Zeit investieren möchte, sollte wirklich WIX genauer anschauen.

Bei WordPress sieht das anders aus: Mit einem passenden Plugin wie WooCommerce gibt es keine technischen Einschränkungen. Ganz besonders dann, wenn Du selbst auch noch am Code arbeitest. Du solltest allerdings darauf achten, dass Du das richtige Plugin für Dein Land auswählst, um rechtliche Anforderungen zu erfüllen.

Brauchst Du einen komplexeren Shop oder willst keine Einschränkungen in Kauf nehmen müssen, dann ist WordPress die bessere Wahl für Dich. Für kleinere Shops reicht Wix jedoch aus.

SEO: Für Suchmaschinen bis ins Detail optimiert

SEO-Optimierung umfasst viele Funktionen. Wix bietet hier beispielsweise die Anpassung von Seitentiteln und Alt-Attributen, sowie Auswahl bei den Überschriften. Der Anbieter schwächelt jedoch bei Bildern: Beim Upload wird deren Name geändert. Gerade Websites, die viele Bilder verwenden, wie etwa Foto-Blogs, vergeben hier Chancen. Auch die URL von Blogbeiträgen ist nur zum Teil anpassbar. Allerdings gibt es für versierte Nutzer auch die Möglichkeit, SEO-Titel und -beschreibungen automatisch erstellen zu lassen.

Bild: Die Grundoptimierungen kannst du bei WIX einfach umsetzen. Wenn dein Projekt größer wird und du mehr Wert auf Google legst, solltest du zu WordPress wechseln.

WordPress bietet dieselben Funktionen, schneidet bei Bildern jedoch besser ab. Die Dateinamen bleiben erhalten und weitere Daten können im Editor hinzugefügt werden. Außerdem gibt es im Business-Tarif und darüber integrierte SEO-Tools. Auch mit Plugins kann hier noch eine Menge mehr aus einer WordPress-Website herausgeholt werden.

Stehen bei Dir Fotos und Bilder nicht im Mittelpunkt der Website, ist Wix eine gute Lösung. Einige Funktionen mehr bietet WordPress bereits ab der kostenlosen Version. Den vollen Funktionsumfang holst Du hier aber nur mit dem Business- oder E-Commerce-Tarif heraus.

Preismodelle: Mehr Funktionen für kleineres Geld?

Egal ob Wix oder WordPress: Die Preise sind gestaffelt und bieten einen unterschiedlichen Funktionsumfang. Vollen Zugriff auf alle Funktionen erhältst Du nur im teuersten Tarif.

Bei Wix stehen Dir vier Standard-Tarife zur Wahl:

  • Connect Domain (5,35 €)
  • Combo (10,11 €)
  • Unlimited (17,25 €)
  • VIP (30,94 €)

Außerdem gibt es drei Business-Tarife:

  • Business Basic (20,23 €)
  • Business Unlimited (30,94 €)
  • Business VIP (41,65 €)

Das Abonnement wird bei Abschluss bezahlt und gilt für ein Jahr. Brauchst Du keinen Online-Shop, reichen die Standard-Tarife und selbst der Combo-Tarif erfüllt die Anforderungen vieler Nutzer. Du solltest jedoch die Konditionen vergleichen, um sicherzustellen, dass alle notwendigen Funktionen beinhaltet sind.

Bei WordPress.com gibt es vier Tarife im Angebot:

  • Persönlich (3,50 €)
  • Premium (7,50 €)
  • Business (20,79 €)
  • E-Commerce (36 €)

Der Vertragszeitraum umfasst zwei Jahre. Innerhalb dieses Zeitraums kannst Du auf einen der höheren Tarife upgraden und die bereits gezahlte Summe anrechnen lassen. So kannst Du einen niedrigeren Tarif ausprobieren, ohne Verlust zu machen.

Bild: Ab knapp vier Euro im Monat geht es bei WordPress los. Zumindest wenn du die Seite bei WordPress hostest. WordPress an sich ist natürlich kostenlos.

Preislich liegt WordPress etwas besser als Wix, gerade weil manche Funktionen wie das Entfernen lästiger Werbeanzeigen hier deutlich günstiger zu haben sind. Gerade für Anfänger, die erst noch probieren, aber trotzdem professionell auftreten wollen, ein echtes Plus.

Wix oder WordPress: Dieser Anbieter ist der beste für Deine Website

Welcher Anbieter für Dich der beste ist, hängt zum Teil davon ab, welche Art von Website Du brauchst. Kleinere Websites funktionieren optimal über Wix, können aber auch mit WordPress problemlos umgesetzt werden. Soll es etwas mehr sein, ist WordPress oft die bessere Alternative: Tausende von Vorlagen und Plugins allein machen einen großen Unterschied und auch die Preise gerade in den Einsteigertarifen Persönlich und Premium können sich sehen lassen. Der große Funktionsumfang kann jedoch auf Anfänger erdrückend wirken. Willst Du also lieber klein starten und das Projekt Website auch klein halten, dann kann der schmalere Funktionsumfang von Wix durchaus von Vorteil sein.

Wix hat mich überrascht. Ich bin mit keinen hohen Erwartungen an Wix rangegangen und muss zugeben – Der Baukasten hat seine Daseinsbereichtigung. Es gibt Menschen, die wollen und können nicht tief in das Thema Blog und Online Shop einsteigen. Dafür ist WIX eine echte Alternative.

Martin Brosy
Ich bin vielleicht nicht SEO der ersten Stunde, aber zumindest schon seit 2010 mit von der Partie. Seitdem hat sich im Online Marketing viel getan. Google avanciert von Jahr zu Jahr zu einer Suchmaschine, die den Nutzer immer besser versteht. Search Experience Optimization wird komplexer und sollte als Teildisziplin immer mit am Tisch sitzen. Damit ich den Wandel nicht verschlafe und für unsere Kunden adäquat arbeiten kann, halte ich im Jahr weit mehr als zehn Vorträge zu den Themen Online Marketing und Content Distribution, lasse meine Expertise zertifizieren und schreibe regelmäßig hier im MEGA-Magazin. Privat mache ich gerne Ausdauersport, schaue jedes Rennen unserer deutschen Biathleten und bin Papa einer kleinen Tochter.

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