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Linkbuilding – 5 Tipps für bessere Linkbuildingartikel

Bringe deine Linkbuildingartikel zum ranken!

Ohne gesetzte externe Links ist das Internet nichts. Egal ob im Social-Media-Newsfeed, im Fachartikel deiner Lieblingswebsite oder in einem Forum. Das World Wide Web wäre ohne die Verknüpfung von Inhalten kaum nutzbar.

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Wer die Verknüpfungen gezielt beeinflussen möchte und auf Linkkauf oder -tausch setzt, der sollte einige Dinge beachten. Nicht nur bei der Wahl des passenden Publishers, sondern auch beim Erstellen des zu veröffentlichenden Artikels. Dafür erhältst du von mir heute fünf Tipps.

Bild: Am 17.08.2014 machte mich Google auf die unnatürlich wirkenden Links aufmerksam. Die Sitzungen reduzierten sich in den nächsten vier Monaten von 5.000 pro Tag auf 2.000 pro Tag. Fünf Monate später verzeichnete die Website nur noch 1.000 Besucher pro Tag.
Quelle: Mega

Tipp #1 Mindestanforderung – Redaktioneller Artikel

Besser geht’s immer, aber schlechter nimmer! Vernünftige Linkbuilding-Agenturen kennen ihre Publisher in und auswendig. Sie wissen, wie ein redaktioneller Artikel aufgebaut ist und passen den gekauften Content entsprechend an. Das beginnt bereits bei der Wortzahl. Werden im Durchschnitt Artikel mit einer Wortzahl von 900 Wörtern veröffentlicht und der Linkbuilding-Artikel verfügt über lediglich 400 Wörtern, dann ist das auffällig. Es wird noch auffälliger, wenn zum Beispiel statt der üblichen drei internen Verlinkungen im gekauften Artikel komplett darauf verzichtet wird.

Es geht nicht darum, den kompletten Blog nach Wortzahl, Trustlinks, internen Links, Bildern, Ankertexten und Videos auszuwerten. Eine grobe Orientierung sollte jedoch vorhanden sein.

Tipp #2 Ankertext – Vermeide es aufzufallen

Das Geschäft mit den Backlinks ist unlängst zum Multimillionen-Dollar-Business avanciert. Die Preise für einen Backlink bewegen sich in einer Range von hundert bis mehreren tausend Euro. Es ist folglich nicht verwunderlich, dass der Kunde am liebsten seine Website über einen Keyword-Anker integrieren möchte. Schließlich erhofft er sich dadurch den größten Impact und somit ein schnelles hinaufklettern in den SERPs.

Bild: Ich habe 100 gekaufte Artikel bezüglich des Ankertextes untersucht. 85 Prozent der Webseiten wurden über die Ankerart „Keyword“ oder „Compound“ verknüpft. Unauffällige Hypertexte wie Wortphrase oder Brand machten lediglich 15% aus. Bildverlinkungen oder Anker wie „hier“ kamen nicht vor. Bildquelle: Mega

Er riskiert dabei aber auch eine Abstrafung durch Google und im schlimmsten Fall die eigene Existenz. Von unnatürlich wirkenden Ankertexten würde ich absehen und im Ankerprofil auf eine Diversifikation achten.

Folgende Ankerarten gibt es:

  • Brand: „Mega“
  • Wortphrase: „…, schreibt das Mega Magazin zum Thema Wortzanzahl bei Texten“
  • Image: Es wird ein Bild verlinkt
  • URL: „https://impulsq.de/mega/“
  • Sonstiges: „hier“ oder „mehr Informationen“
  • Keyword: „Online Marketing Magazin“
  • Compound: „Online Marketing Magazin mit vielen Informationen“

Keyword- und Compound-Verlinkungen können im Verhältnis 10 zu 1 gesetzt werden. Jeder zehnte Anker darf ein Keyword enthalten. Die Regel dient zur Orientierung. Wer ein schnelllebiges Business betreibt und nur für einen kurzen Zeitraum ganz oben stehen möchte, der kann natürlich deutlich häufiger auf Keywords setzen. Die meisten wollen ihre Seite jedoch langfristig in den SERPs halten. In diesem Fall ist Vorsicht geboten. Auch wenn ich es mittlerweile in jedem Vortrag predige, die beste Wahl ist ein SEO-Tool. Dadurch machst du dich frei von Faustregeln und kannst genau schauen, wie deine TOP-3-Konkurrenzen ihre Ankertexte verteilen.

Tipp #3 Linkeinbau & -platzierung – Plane und Prüfe

Die oberste Maxime beim von Google nicht gern gesehenen Linkbuilding ist der Verzicht auf werbliche Formulierungen. Versetze dich in einen Journalisten hinein und stelle dir selbst die Frage, ob ein lupenreiner Journalist den Link ebenfalls so eingebaut hätte. Dieser Perspektivenwechsel hilft dir nicht nur beim richtigen Einbau deines Links, sondern auch bei der Wahl der URL.

Bis heute erlebe ich es immer wieder, dass sich die Kunden von Agenturen zu sehr auf die Expertise der Agentur verlassen und nicht genauer hinschauen. Ein vernünftiger Einbau eines Links setzt Kreativität voraus. Kreativität kann nicht dort entstehen, wo Kostendruck herrscht. Bist du unmittelbar selbst für dein Linkbuilding zuständig, empfehle ich dir sich vor dem Schreiben des Artikels über die Linkintegration Gedanken zu machen.

Schlechtes Beispiel für die Linkintegration

  • Wo wird veröffentlicht: Zeitung
  • Welche Seite soll verlinkt werden: https://impulsq.de/mega/
  • Anker: Keyword (Online Marketing Magazin)
  • Thema des Artikels: Die besten Online Marketing Magazine
  • Konkreter Einbau des Links: Im letzten Absatz des Artikels wird das Mega-Magazin als Online Marketing Magazin erwähnt und verlinkt.

Gutes Beispiel für die Linkintegration

  • Wo wird veröffentlicht: Online-Marketing-Portal
  • Welche Seite soll verlinkt werden: https://impulsq.de/mega/
  • Anker: Brand (Mega)
  • Thema des Artikels: Fünf Online Marketing Magazine für deinen SEO-Erfolg
  • Konkreter Einbau des Links: Martin Brosy vom Mega Magazin gibt ein Statement zum Thema Notwendigkeit von Online Magazinen für die eigene Weiterbildung ab. Das Zitat wird im entsprechenden Absatz eingefügt. Vorlage: „XYZ“, sagt Martin Brosy von Mega Magazin.

Zeitungen und allgemeine Portale lassen sich sehr gut an Kunden verkaufen und werden entsprechend oft gebucht. Das wirkt gerade bei jungen Seiten sehr unnatürlich, denn bevor eine Zeitung auf eine „kleine“ Website aufmerksam wird, sollte das Projekt in der themenrelevanten Fachpresse bereits verlinkt worden sein. Hinzu kommt, dass oftmals alle gekauften Artikel in einem Unterverzeichnis gebündelt werden. Es wird aber noch schlimmer, denn nicht selten ist das Verzeichnis über interne Links nicht erreichbar. Solche Dinge sollten unbedingt vorab geklärt werden.

Zurück zum oben beschrieben Beispiel. Alles sieht verdächtig nach Werbung aus. Die Headline, das gewählte Keyword und am Ende die Platzierung des Links. Einfacher kann es Google nicht gemacht werden.

Innerhalb des Artikels sollte sich der gekaufte Link im oberen Drittel des Textes befinden. Häufig bauen Redakteure diesen leider im letzten Drittel ein. Warum? Weil sie sich erst im Zuge des Schreibprozesses über die Integration Gedanken machen. Außerdem fällt er unten am wenigsten auf. Nicht für Google, sondern für den Leser.

Bild: Viele Autoren bedienen sich der inversen Pyramide. Darin befinden sich die wichtigsten Informationen im oberen Drittel. Hier sollte der Link in den meisten Fällen eingebaut werden, da er unterbewusst auch von den Lesern als wichtig empfunden wird und eine höhere CTR erfährt, als im letzten Drittel. Bildquelle: Mega

Tipp #4 Contentformate – Veredlung des Textes

Wir nehmen visuelle Inhalte 60.000 Mal schneller als das geschriebene Wort auf. Um dieser Tatsache gerecht zu werden, kann ein Bild auf einer der vielen Stockdatenbanken heruntergeladen werden:

  • Pixelio: 100.000 Bilder und Fotos
  • Unspash: 2.000.000 Bilder, Vektoren und Videos
  • Shutterstock: 350.000.000 Bilder, Videos und Musiktitel

Der Teufel liegt hier im Detail. Damit ein Bild beim Leser noch eine Emotion auslöst, muss es zum Artikel passen, bzw. zur Erwartung des Nutzers. Wird ein Artikel zu einer Weltmeisterschaft im Fußball veröffentlicht, reicht ein Symbolfoto mit einem Ball darauf nicht mehr aus. Ein Foto von einem teilnehmenden Spieler passt an dieser Stelle schon eher, sofern der Spieler im Artikel auch erwähnt wird. Aus diesem Grund würde ich nicht wahllos Bilder herunterladen, sondern mir schon fünf Minuten Zeit nehmen um ein passendes Bild für meinen Linkbuildingartikel zu finden. Von kostenlosen Datenbanken wie Pixelio und Unsplash würde ich Abstand nehmen, denn fast alle Linkbuilder nutzen die Fotos. Dadurch entsteht ein Muster. Nutze lieber kostenpflichte Datenbanken mit einer großen Auswahl an Bildern.

Deutlich mehr Engagement wird beim Leser durch die Integration eines Cinemagraphs oder Videos erzeugt.

Eine höhere Verweildauer beeinflusst die Rankings positiv und stärkt am Ende alle darin enthaltenen Links. Auch im Linkbuilding-Artikel gilt für die Bilder oder Cinemagraphs: ALT-Tag, Title-Tag und Bildunterschrift nicht vergessen.

Neben Formaten wie Bildern, Videos und Cinemagraphs sollte der Artikel durch weitere Elemente aufgelockert werden.

  • Tabellen
  • Bullet-Points (Stichpunkte)
  • Aufzählungen
  • Zwischenüberschriften
  • Zitate

Zudem können auch Infografiken, animierte Videos und Statistiken den geschriebenen Inhalt verfeinern. Dafür nutze ich folgende Dienste:

In einem gekauften Artikel steckt viel Arbeit. Wer Google überlisten möchte, darf sich dafür aber nicht zu schade sein. Von einer Agentur würde ich zweifelsohne viele der hier genannten Dinge einfordern. Zumindest, wenn ein vernünftiger Preis pro Linkbuilding Artikel bezahlt wird. Am Ende wird ein Vorbeiziehen an der Konkurrenz in den SERPs nur möglich sein, wenn die gekauften Artikel zünden. Andernfalls, kann auf einen Kauf auch verzichtet werden. Auch wenn es in diesem Beitrag nicht um das Monitoring von Paid-Content geht, dennoch würde ich die Rankings jedes gekauften Artikels genau überwachen. Anders lässt sich eine valide Aussage über Erfolg und Misserfolg der angewendeten Strategie nicht machen.

Tipp #5 Nachbereitung

Bis hierhin war es schon kein leichter Weg und ich hoffe du merkst, dass ein Linkbuildingartikel mehr als nur ein 500 Wörter Text zu vier Cent das Wort ist. Einige wenige Dinge müssen zum Schluss noch abgearbeitet werden.

Grundsätzlich empfiehlt sich immer ein Lektorat. Dabei ist es nicht das Ziel, den gesamten Text in seinen Aufbau und im Wording zu verändern. Er soll schließlich nicht an Authentizität verlieren. Es geht um Rechtschreibung und Grammatik.

Im nächsten Schritt suche ich Wortdopplungen und versuche eines davon durch ein Synonym zu ersetzen. Einfach um das sprachliche Niveau zu erhöhen. Außerdem kann bei Bedarf eine WDFxIDF-Optimierung durchgeführt werden. Im Agenturalltag habe ich das sehr oft gemacht und damit bessere Rankings erzielt.

Am Ende wird der geschriebene Artikel in den sozialen Netzwerken oder durch Verlinkungen von anderen Blogs oder Foren gepusht. Dieser Schritt setzt voraus, dass es sich um einen qualitativ hochwertigen Inhalt handelt. Masse statt Klasse hat längst ausgedient. Es muss ein Umdenken stattfinden.

Fazit


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Linkbuilding war noch nie günstig und wird es auch nie werden. Die Publisher lassen sich das Risiko gut bezahlen und die Agenturen wollen vom Kuchen auch ein Stück abhaben. Als Kunde würde ich vorher mit der Agentur sprechen und genau definieren, worauf geachtet werden soll. Auch im Bezug auf die Linkbuilding Metriken. Das bedeutet aber im Gegenzug, dass dem Auftragnehmer auch finanzielle Mittel zur Seite stehen müssen. Ob die erhöhte Vorsicht am Ende notwendig ist, kann nur Google entscheiden. Bei steigendem Risiko erwischt zu werden, würde ich persönlich alles in Gang setzen, um tolle Inhalte zu produzieren. Dazu würde ich mich bei der Agentur auch nach den Redakteuren erkundigen. Wer für vier Cent pro Wort schreibt, wird keinen geilen Scheiss texten. Die Qualität rückt mehr und mehr in den Fokus. Ein Texterbriefing kann hier Sinn machen.

Riskiere nichts! Lasse Artikel schreiben, die so gut sind, dass sie zweifelsohne Rankings bei Google erhalten. Falls nötig, optimiere nach. Du wirst sehen, Schritt für Schritt geht es in den SERPs nach oben.

Martin Brosy
Ich bin vielleicht nicht SEO der ersten Stunde, aber zumindest schon seit 2010 mit von der Partie. Seitdem hat sich im Online Marketing viel getan. Google avanciert von Jahr zu Jahr zu einer Suchmaschine, die den Nutzer immer besser versteht. Search Experience Optimization wird komplexer und sollte als Teildisziplin immer mit am Tisch sitzen. Damit ich den Wandel nicht verschlafe und für unsere Kunden adäquat arbeiten kann, halte ich im Jahr weit mehr als zehn Vorträge zu den Themen Online Marketing und Content Distribution, lasse meine Expertise zertifizieren und schreibe regelmäßig hier im MEGA-Magazin. Privat mache ich gerne Ausdauersport, schaue jedes Rennen unserer deutschen Biathleten und bin Papa einer kleinen Tochter.