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ROI für den Kauf von Backlinks berechnen

Erfolgreicher Linkaufbau ist messbar!

Die Berechnungen dienen der Veranschaulichung und sollen dir eine Möglichkeit aufzeigen, wie du gegenüber deinen Vorgesetzten für den Kauf von Backlinks argumentieren kannst. SEOs argumentieren häufig mit mehr Sichtbarkeit und mehr Traffic. Nur was resultiert für dein Unternehmen daraus? Bedeuten mehr Sichtbarkeit und mehr organische Besucher wirklich mehr Umsatz? Am Ende geht es doch immer um Geld. Spült der Linkaufbau mehr Geld in die Taschen des Unternehmens? Tatsächlich habe ich diese Frage nur selten seitens des Kunden gestellt bekommen. Dabei lässt sich der ROI nicht nur für SEO-Maßnahmen, sondern auch im speziellen für das Linkbuilding, bzw. den Kauf von Backlinks berechnen. So wird aus einer Glaskugelkunst schnell ein skalierbarer Vertriebskanal.

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Video: Wie kannst du den Return on Investment für deine Rankingsteigerungen ermitteln. Ich gebe dir ein praktisches Beispiel.

ROI Kauf von Backlinks im praktischen Beispiel

Wir stellen uns für dieses Beispiel zur Berechnung des ROI für den Kauf von Backlinks vor, dass wir ein Mitarbeiter des Vermittlungsunternehmens SMAVA sind. Wir überlegen Backlinks für das Keyword „Kredit“ zu kaufen. Unsere Teamleiterin hat uns dazu aufgefordert, die Sinnhaftigkeit in Zahlen zu belegen.

Bild: Smava rankt aktuell auf den dritten Platz in den SERPs zum Keyword „Kredit“. Keine schlechte Platzierung, allerdings geht es noch besser. Platzhirsch Check24 gilt es zu verdrängen. Screenshot: Google.

Was benötigst du für die Berechnung des Backlink-Kaufen-ROI?

Wie oft wird das Keyword „Kredit“ im Monat in der Suchmaschine Google gesucht. Folglich benötigst du das Suchvolumen. Jedes SEO-Tool mit einer Keyworddatenbank kann dir die Metrik anzeigen. Wir benutzen in unserem Beispiel ahrefs. Semrush oder Xovi wären ebenfalls denkbar.

Außerdem müssen wir einige Annahmen treffen. Wir wissen, dass das Keyword „Kredit“ laut ahrefs in Deutschland ein Suchvolumen von 103.000 besitzt. Die entscheidende Frage lautet nun, wie oft wird auf das erste und in unserem Fall auf das dritte Ergebnis in den SERPs geklickt? Schließlich möchten wir uns von Platz drei auf Platz eins in den Suchergebnisseiten verbessern. Platz eins erhält die meisten Klicks. Logisch! Das reicht allerdings nicht. Wir benötigen die CTR (Durchklickrate). Um eine klare Aussage zu treffen, nutzen wir die Ergebnisse aus einer Untersuchung zur CTR von Sistrix. Demnach erhalten der erste Platz 28,5% und der dritte Platz 11% vom organischen Traffic. Die Zahlen zur CTR kannst du für deine Berechnungen übernehmen.

Du erinnerst dich, du arbeitest bei SMAVA. Welche Vergütung erhaltet ihr im Durchschnitt für die Vermittlung eines Kredits. Ich gehe jetzt von 200 Euro aus. Die Zahl kann in Wirklichkeit deutlich höher ausfallen. In deinem eigenen Unternehmen müsstest du dir die Höhe der Provision aus dem Controlling/Vertrieb/Management holen und als Grundlage verwenden.

Das Suchvolumen liegt bei 103.000 Besuchern im Monat. Davon klicken elf Prozent, bzw. 11330 Nutzer auf das Ergebnis von Smava. Um das Beispiel nicht zu sehr aufzublähen berücksichtigen wir die LEAD-CTR nicht, sondern gehen dafür als Ausgleich von einer geringen Sale-CTR mit 2% aus. Vereinfacht ausgedrückt: Von den 11330 Besuchern erhalten 226 eine Kreditzusage.

Rahmenbedingungen im Überblick

  • Keywordanker: Kredit
  • Suchvolumen/Monat: 103.000
  • CTR Platz 1: 28,5%
  • CTR Platz 3: 11%
  • Wert eines Sales: 200 Euro (Annahme)
  • CTR Sale: 2% (Annahme)

Mehr Umsatz für eine Rankingsteigerung berechnen

Mit Hilfe der definierten Zahlen können wir jetzt den Wert der Rankingposition ermitteln. Der Platz 3 ist 45.200 Euro und der Platz 1 ist 115.600 Euro wert. Sollte Smava der Sprung auf Platz 1 gelingen, kann der Return auf 115.600 Euro im Monat gesteigert werden. Selbstverständlich muss die Seite von Smava dem Nutzer auch eine sehr gute User Experience bieten. Die Sale-CTR ist mit 2% vergleichsweise gering. In Wahrheit dürfte die Abschlussrate deutlich höher sein.

 Platz 1Platz 3
Traffic29355 Besucher/Monat11330 Besucher/Monat
Sales578 Vermittlungen /Monat226 Vermittlungen /Monat
Wert in €115.600 Euro45.200 Euro
Tabelle: Es macht einen Unterschied von 70.400 Euro, ob Smava auf Platz 1 oder Platz 3 rankt. Die Differenz dürfte deutlich höher liegen, da wir sehr konservative Annahmen getroffen haben.

Beispiel um den ROI für den Kauf von Backlinks zu berechnen


Berechnung

Return on Investment

ROI= Return (Gewinn) / Investment (Kapitaleinsatz)


Das Delta zwischen Platz 3 und Platz 1 haben wir bereits ausgerechnet. Es liegt bei 70.400 Euro (115.600 Euro minus 45.200 Euro).

Jetzt benötigen wir noch den Aufwand, der für die Rankingsteigerung aufgebracht werden muss. Aus Erfahrung habe ich 20.000 Euro als Kosten definiert. Die Kosten setzen sich aus den Kauf von zwanzig Backlinks für je 1.000 Euro zusammen. Das erachte ich als realistisch.

Bild: Ahrefs bietet in seiner Keywordanalyse ein nützliches Feature an. Das Tool zeigt dir datenbasiert, wie viele Links du benötigst, um in die Top 10 zu kommen. Für das Keyword „Kredit“ liegt die Anzahl an Backlinks bei 74. Erachte ich persönlich als zu wenig, aber als Orientierung genügt die Zahl. Wenn Smava jetzt noch nicht zum Keyword „Kredit“ ranken würde, müsste es 74 Backlinks aufbauen. Gehen wir hier auch von einen Preis von 1.000 Euro pro Backlink aus, dann müsste das Unternehmen mindestens 74.000 Euro investieren, um in die Top 10 zu kommen. Hier lohnt sich der Kauf von Backlinks nur, wenn er über mehrere Monate/Jahre vollzogen wird. Wird nur Budget für ein Monat zur Verfügung gestellt, würde ich vom Linkaufbau abraten, da das Ziel nicht erreicht werden kann.

Der ROI für den Kauf von Backlinks auf das Keyword „Kredit“ liegt bei 3,52. Dem Kostenblock von 20.000 Euro stehen mögliche Mehreinnahmen von 70.400 Euro gegenüber. Ergo: Der Kauf von Backlinks zahlt sich aus.

ROI= 70.400 Euro / 20.000 Euro

ROI= 3,52

Fazit zur Berechnung des ROI für den Kauf von Backlinks

Backlinks und Content sind die beiden wichtigsten Rankingfaktoren. Das bestätigte auch Andrey Lipattsev – Search Quality Senior Strategist at Google (Ireland) in einer Q&A. Nur wie möchtest du Backlinks aufbauen? Möchtest du die Links über eine Content Marketing Kampagne generieren oder die Backlinks bei einer Agentur kaufen?

Content Marketing

  • Investment: Günstig bis Teuer
  • Generierte Anzahl an Backlinks: Ungewiss
  • Qualität der Backlinks: Ungewiss
  • Vorteil: Sie erhalten Backlinks, die nicht gekauft werden können
  • Nachteil: Nicht Skalierbar / Hoher Aufwand / Geht die Kampagne Viral?

Backlinks Kaufen

  • Investment: Günstig bis Teuer
  • Generierte Anzahl an Backlinks: Entscheidung liegt Bei Ihnen
  • Qualität der Backlinks: Entscheidung liegt Bei Ihnen
  • Vorteil: Volle Kontrolle / Skalierbar
  • Nachteil: Versößt gegen Google Webmaster Guideline (Erfahrene Agentur ist Pflicht)

Wir kennen beide Herangehensweisen. Der Kauf von Backlinks macht oftmals mehr Sinn, da er mit weniger Aufwand verbunden. Content Marketing ist nämlich nicht einfach und mit der Erstellung des Content Pieces fertig. Der Outreach verschlingt unfassbar hohe zeitliche Ressourcen. Dennoch hat Content Marketing einen Vorteil – Die Links sind natürlich entstanden und somit verstösst du nicht gegen die Webmaster Guidelines. Zudem bekommst du Links, die es nirgends zu kaufen gibt. Der Kauf von Backlinks, sofern eine vernünftige Agentur diesen übernimmt, ist dafür günstiger und in meinen Augen skalierbar.

Wenn du also über den Kauf von Backlinks nachdenkst und nicht weißt, ob es sich monetär für dich lohnt, dann führe die Return on Investment Berechnung durch. Gerne kannst du mich auch unverbindlich um Hilfe bitten.

Ich hoffe, dass dich der Artikel weitergebracht hat und du nun deinen Linkaufbau besser monetär einschätzen kannst.

Dein Martin Brosy

Martin Brosy
Ich bin vielleicht nicht SEO der ersten Stunde, aber zumindest schon seit 2010 mit von der Partie. Seitdem hat sich im Online Marketing viel getan. Google avanciert von Jahr zu Jahr zu einer Suchmaschine, die den Nutzer immer besser versteht. Search Experience Optimization wird komplexer und sollte als Teildisziplin immer mit am Tisch sitzen. Damit ich den Wandel nicht verschlafe und für unsere Kunden adäquat arbeiten kann, halte ich im Jahr weit mehr als zehn Vorträge zu den Themen Online Marketing und Content Distribution, lasse meine Expertise zertifizieren und schreibe regelmäßig hier im MEGA-Magazin. Privat mache ich gerne Ausdauersport, schaue jedes Rennen unserer deutschen Biathleten und bin Papa einer kleinen Tochter.