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Google Disavow File – Was ist das? Inklusive Beispiel Datei!

Die Disavow File hat eine maximale Dateigröße von 2MB

Backlinks sind eine der wichtigsten Rankingfaktoren bei Google. Es gibt „gute“ und „schlechte“ Backlinks. Manche von ihnen sind sogar so schädlich, dass sie entwertet werden müssen. Diese Aufgabe übernimmt das Disavow Tool von Google. Ich zeige dir in diesem Artikel, was eine Disavow File ist, wie du sie verwendest und worauf du achten musst. 



In diesem Video zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du Backlinks disavowst

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Video: Anleitung Disavow File Links zu eigener Webseite entfernen

Kurz und knapp erklärt: Die Disavow File

Bild: Einer unserer Kunden hat 1513 Webseiten über „Domain :“ und 177 einzelne URLs disavowt.

Die Google Disavow File (dt.: “leugnen“, „nicht anerkennen“, „nicht anerkennen“ oder „sich distanzieren von etwas“) ist eine Textdokument (.txt oder .csv), mit dem du schädliche Links entwerten bzw. für ungültig erklären kannst. Die Disavow File darf eine maximale Dateigröße von 2 MB haben.

Nutze das Disavow Tool nur, wenn du dir absolut sicher bist, dass gegen deine Webseite eine manuelle Maßnahme vorliegt oder wenn du eine große Anzahl an spammigen und minderwertigen Links feststellst, die auf deine Webseite verweisen.

BU: Gehe mit der Disavow File sehr vorsichtig um, denn das Entwerten von falschen Backlinks kann deinen Rankings ebenfalls schaden. Überprüfe deine Backlinks deshalb sehr gründlich und individuell bevor du die Disavow File hochlädst.

Wann solltest du Backlinks für ungültig erklären?

Das Disavow Tool ist ein kostenloses Tool der Google Search Console. Dies kommt in der Regel zum Einsatz, wenn du schädliche Verlinkungen entdeckst, die auf deine Webseite zeigen oder deine Webseite von einer negativen SEO-Attacke betroffen ist. Eine negative SEO-Attacke erkennst du daran, ob deine Wettbewerber extremes Linkbuilding zu deiner Seite betreiben, um dein Backlinkprofil zu beschädigen.

Bevor du eine Disavow File in der Google Search Console hochlädst, checke zunächst dein Linkprofil. Hast du schädliche Backlinks entdeckt, versuche die Webseiten zu kontaktieren und bitte sie, die Links zu entfernen.

Solltest du damit keinen Erfolg haben, erstelle eine Disavow Datei und lade sie in der Google Search Console hoch. Mit Hilfe von Google werden die schädlichen Backlinks in der Regel entwertet. 

Nachdem du die Disavow File bei Google eingereicht hast, heißt es abwarten. Da die Entwertung der Links kein Muss für Google ist, sondern lediglich eine Empfehlung, kann es mitunter Monate dauern, bis du einen ersten Impact feststellen wirst.

Können Disavowed Links wieder freigegeben werden?

Solltest du einen eingereichten Link wieder freigeben, also reavowen, wollen, ist dies grundsätzlich möglich. Allerdings solltest du dir dabei sehr sicher sein, denn Google behandelt diesen Link als einen neuen Link. Stuft Google diesen Link als schlecht ein, kann dies negative Auswirkungen auf deine Webseite haben.

Infografik: Kannst du bei der Prüfung deiner Backlinks alle Fragen mit einem klaren „Ja“ beantworten, handelt es sich womöglich um einen „guten“ Backlink.

Wie erklärst du Backlinks für ungültig?

Bild: Um schädliche Links zu deiner Webseite zu entwerten bzw. für ungültig zu erklären kannst du das Disavow Tool von Google verwenden. Quelle: https://search.google.com/search-console/disavow-links

Stelle dir das Disavow Tool als einen Roboter vor. Dieser verarbeitet die Disavow File, die du hochgeladen hast und teilt dem Google Algorithmus mit, dass diese Links entwertet werden sollen bzw. nicht zählen sollen. Dabei spielt es für Google keine Rolle, ob die Links als gut, schlecht oder neutral ausgezeichnet sind.

Schritt 1: Disavow-File erstellen

Damit du bestimmte Links für ungültig erklären kannst, müssen diese in der Disavow File wie folgt hinzugefügt werden:


Beispiel

Domain zur Disavow File hinzufügen

# Eine Domain für ungültig erklären
Domain : shadyseo.de


  • Pro Zeile eine URL
  • “domain:” muss immer vor der Domain bzw. Subdomain erscheinen
  • Formatierung der Datei mit .txt am Ende
  • URL darf aus maximal 2048 Zeichen bestehen
  • Dateigröße maximal 2MB
  • Bis zu 100.000 Zeilen möglich
  • Das Hinzufügen von Kommentaren ist erlaubt. Dafür muss das Rautezeichen (#) am Zeilenanfang stehen

Schritt 2: Disavow File hochladen

Nun wählst du deine Webseiten URL aus und lädst die Disavow File mit den für ungültig zu erklärenden Links hoch. So gehst du vor:

  • Um die Disavow File in der Google Search Console hochzuladen, klicke auf folgenden Link:

https://search.google.com/search-console/disavow-links

  • Nun wählst du die richtige Property aus der Liste aus (falls du noch keine hast, musst die diese neu hinzufügen)
  • Nun klicke auf den Button um die Liste hochzuladen
  • Wähle nun die Datei aus
  • Diese muss in UTF-8 oder 7-Bit-ASCII codiert sein
  • War der Upload erfolgreich heißt es warten und Geduld aufbringen

Wichtig zu wissen ist, dass du zunächst drei Warnungen durchlaufen musst, bevor du die Disavow File hochladen kannst. Hast du bereits eine Disavow File hochgeladen, wird es dir angezeigt. Um auf der sicheren Seite zu sein, empfehle ich dir beide Dateien miteinander zu vergleichen.

Prüfe vorab also genau, welche Links für dein Linkprofil schädlich sind und welche nicht. Um die guten Links von den schädlichen Links unterscheiden zu können, empfehle ich dir dich mit den Google Webmaster Guidelines auseinanderzusetzen. Dort erfährst du anhand bestimmter Merkmale woran du gute und schädliche Links erkennst.

Die in der Disavow File befindlichen Links werden so lange disavowt, bis sie entfernt werden. All das was aus der Disavow File entfernt wurde, kann auch wieder hergestellt werden. Sei dir bewusst, dass wenn du eine Kopie der Disavow-File machst und diese mit neuen Links hochlädst, die neuen Links in der Regel disavowt und die entfernten Links wieder hergestellt werden.

BU: Links mit geringem organischen Traffic oder einer geringen Domain-Authority sind nicht automatisch schlechte Links.

Mein Fazit zur Disavow File

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Disavow Tool für erfahrene Webmaster ein sehr sinnvolles Instrument ist. Prüfe dein Linkprofil regelmäßig auf schädliche Links und lasse sie mithilfe der Disavow File von Google entwerten. Im besten Fall kann dies eine Rankingverbesserung zur Folge haben. Ignorierst du die schädlichen Links, kann es umgekehrt negative Auswirkungen auf deine Rankings haben. Wenn du nicht besonders erfahren bist im disavowen, empfehle ich dir, dich an einen Experten zu wenden. Denn wenn du falsche Links entwertest, kann dies fatale Folgen haben.

Gesina Kunkel
Die Leidenschaft fürs Online Marketing habe ich 2017 während meiner Zeit als Regisseurin entdeckt. Wenige Jahre später habe ich mich dem Online Marketing voll und ganz hingegeben. Die Suchmaschine Google befindet sich im stetigen Wandel mit dem Ziel die Nutzer bestmöglich zu verstehen. Das hat zur Folge, dass Suchmaschinenoptimierung deutlich anspruchsvoller und technisch komplexer wird. Um weiterhin unsere Kunden erstklassige zu betreuen und mit ihnen zu arbeiten, bilde ich mich stetig weiter, gebe regelmäßig Vorträge zu Themen wie Content Distribution auf internationalen Fachkonferenzen und trete als Autorin im MEGA-Magazin in Erscheinung. Privat halte ich mich mental wie körperlich fit, mache Ausdauer- und Krafttraining, höre klassische Musik und habe eine Vorliebe für gutes veganes Essen.