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Linkaufbau – 4 Dinge, woran Google Manipulation erkennt

Faustregeln im Linkbuilding sind Schnee von gestern

Linkbuilding als solches stellt, wie bisher, ein Verstoß gegen die Google Webmaster-Guidelines dar. Wenn du versuchst Google mit bezahltem Linkaufbau zu täuschen oder zu manipulieren, kannst du auf kurz oder lang eine algorithmische oder manuelle Abstrafung bekommen. Ich zeige dir in diesem Artikel, woran Google sofort erkennt, dass deine Rankings mithilfe von künstlichem Linkaufbau manipuliert werden und wie du beim Backlinkaufbau richtig vorgehst.

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Video: Gesina Kunkel erklärt dir in diesem Video vier Fehler, die du beim Linkaufbau vermeiden solltest.

Das Ziel von Linkbuilding ist es, das Ranking in den SERPs zu verbessern. Allerdings nehmen wir im täglichen Mitbewerber-Screening vermehrt platzierte Artikellinks wahr, die für Google eine offensichtliche Manipulation darstellen.

Doch damit du nicht die gleichen Fehler begehst, möchte ich dich für dieses Thema sensibilisieren und dir zeigen, wie du diese Fettnäpfchen umgehen kannst. Denn Google wird besser und besser im Erkennen von unnatürlich wirkenden eingehenden Backlinks, selbst wenn diese hochwertig sind. Den Googles Hummingbird und BERT Updates und dem Google Algorithmus RankBrain sei Dank! Warum „sei Dank“, weil wenn du die unten aufgeführten Fehler vermeidest und deine Konkurrenz munter weiter Links ohne Sinn und Verstand aufbaut, werden deine Rankingsteigerungen noch größer auffallen.

Der unnatürliche Artikel

Prüfe zunächst das Wording deines Artikels. Dieser sollte redaktionell bzw. journalistisch, statt werblich geschrieben sein. Das heißt, wenn du dein Produkt oder dich selbst als Person branden willst, sollte der Produktname oder dein eigener Name nicht unbedingt in der Headline erwähnt werden.

Zudem findet es Google nicht besonders geil, wenn du es mit den Erwähnungen deiner Brand/deiner Person innerhalb der Artikel-Überschriften übertreibst, da in den meisten Fällen die H1-Überschrift auch einem Teil der URL entspricht und beides kann Google sehr genau auswerten.

Findest du dann noch eine häufige Nennung im Artikel selbst vor, ähnlich dem Keyword-Stuffing, sollten bei dir alle Alarmglocken angehen, denn das ist werblich hoch 10.

Übrigens: Fehlende Trustlinks und keine interne Verlinkung lassen einen Artikel ebenfalls unnatürlich erscheinen! Durch Trustlinks soll der Linkkauf verschleiert werden. Oftmals wird dann zu vertrauenswürdigen und organisch rankenden Seiten verlinkt, wie zum Beispiel Spiegel, Bild, Wikipedia etc.

Es gibt nicht den einen Faktor, der aus einem gekauften Artikel schnell einen werblichen Artikel macht. Vielmehr ist es die Summe aller Teile.

Der Quality Rater von Google bewertet und überprüft jede Webseite in Bezug auf Vertrauen und Qualität. Dabei werden alle Content-Elemente, wie Text, Bild, Video, die dem Zweck der Webseite dienen, berücksichtigt. Die Artikel sollten weitestgehend alle Kriterien erfüllen. Dadurch ist es für Google umso schwieriger gekaufte Artikel zu erkennen.

Verabschiede dich von altbekannten Faustregeln im Linkbuilding

Bild: Jetzt mal ehrlich! Sind Linkbuilding-Faustregeln das Nonplusultra? Nein. Durch bestimmte SEO-Tools ist eine viel genauere Analyse des Linkprofils möglich. Quelle: Mega Magazin

Lange Zeit waren die Faustregeln im Linkbuilding für viele das A und O. Doch im Jahre 2021 ist es nicht mehr unbedingt notwendig allen Faustregeln im Linkbuilding zu folgen, da mittlerweile alles datengetrieben funktioniert.

Nehmen wir als Beispiel das Verhältnis von Dofollow- zu Nofollow-Links eines Linkprofils!

Bild: Die Backlinks werden in die einzelnen Link-Attribute unterteilt. Mithilfe des Tools Ahrefs ist es möglich genau zu erkennen, wie die Backlinks sich zusammensetzen.

Stelle dir einmal vor, die Konkurrenz hat 60% Dofollow- und 40% Nofollow-Links und du mit deiner Seite 90% Dofollow- und 10% Nofollow-Links. Damit wird Google suggeriert, dass es sich womöglich um ein unnatürliches Linkprofil handelt. Dies kann zur Folge haben von Big G entdeckt zu werden.

Mit Hilfe entsprechender SEO-Tools, wie Ahrefs oder Semrush, kannst du dein eigenes Linkprofil in einem Linkaudit, sowie das deiner Konkurrenten haargenau prüfen und analysieren. Dies solltest du im Übrigen vor dem Start einer neuen Linkaufbau-Kampagne immer tun.

Die Faustregel bzgl. des Dofollow-Nofollow-Ratios war jetzt nur eine von vielen. Selbiges gilt natürlich auch für das Verhältnis zwischen Keyword- und Non-Keyword-Anker oder zwischen Backlinks-Verweisende-Domains-IP-Adressen.

Kennzeichnung als Gastartikel

Bild: Das Schaubild ist ein Paradebeispiel dafür, wie die Headline deines Linkbuildingartikels (Dofollow und ohne Kennzeichnung) nicht aussehen sollte.Vermeide das Wort „Gastartikel“, um von Google keine manuelle Abstrafung zu erhalten, denn im Grunde handelt es sich bei dem Wort „Gastartikel“ um eine Kennzeichnung. Damit wir keinen Linkbuilder entlarven, haben wir uns für ein Google-Guidelines-Konformes Beispiel entschieden. Im Artikel selbst ist kein Link enthalten. Sodass Shots.media und der Gastartikel-Autor sich nichts zu Schulden kommen lassen haben. Bildquelle: Shots.media

Stelle dir vor, du bekommst von deiner Agentur eine sehr starke Linkquelle angeboten. Du bist Feuer und Flamme und willst von dieser Seite unbedingt einen Backlink kaufen haben. Der Artikel ist mit einer Kennzeichnung in Form mit dem Wort „Gastartikel“ versehen plus einer Dofollow-Verlinkung aus dem Artikel heraus.

Klingt nach einem guten Deal könnte man meinen – doch Vorsicht!

Wärst du diesen Deal eigegangen, hätte das eine Abstrafung zur Folge haben können. Neben unnatürlichen Banklinks, zählen Doorway Pages, Cloaking und Spam zu den häufigsten Ursachen für eine manuelle Abstrafungen.

Der Grund dafür ist ganz einfach: Werbliche Artikel müssen gekennzeichnet und die Ziel-URL auf Nofollow, bzw. UGC gestellt werden, das versteht sich von selbst. Übrigens, Nofollow wurde 2005 einführt, um dem ganzen Blogkommentarspam Herr zu werden.

Aber wusstest du, dass heutzutage werbliche Artikel gekennzeichnet sind und die Ziel-URL nicht mit dem Nofollow-, Sponsored- oder UGC-Attribut versehen ist?

Als Anzeigenkennzeichnung meine ich das Wort „Gastartikel“ und nicht „Werbung“ oder ähnliches. Google hat mittlerweile eine klare Haltung zu dem Wort „Gastartikel“ oder „Gastautor“. Vorbei sind die Zeiten, als Gastartikel noch ein Graubereich waren.

Die Kennzeichnung „Gastartikel“ befindet sich irgendwo am Artikel, meistens unten oder oben rechts steht „Gastartikel“, „Gastautor“, der Firmenname oder die komplette Firmenadresse des Publizierenden. Wobei lediglich „Gastartikel“ und „Gastautor“ als problematisch anzusehen sind.

Es gibt allerdings einen Sonderfall, wie die Kennzeichnung mit dem Wort „Anzeige“ trotzdem über dem Artikel stehen kann, ohne dass das seitens Googles gewertet wird. Eine Wertung seitens Googles erfolgt nicht, wenn die Anzeige komplett losgelöst ist vom publizierten Artikel und der Content-Baustein keine Anzeigenkennzeichnung hat.

In diesem Fall brauchst du keine Abstrafung zu fürchten, da das Wort Anzeige mit dem Artikel nicht im Zusammenhang steht.

Was ich dir zusätzlich empfehlen kann ist, dass oberhalb des Wortes „Anzeige“ auch eine Werbefläche platziert wird. Damit kann Google nicht unmittelbar die Anzeigenkennzeichnung zuordnen.

Änderung des Nofollow-Attributes auf Dofollow – nach Indexierung!

Wenn du einen Backlink kaufst, zum Beispiel bei unseren Backlink Kampagnen, möchtest du, dass dieser auf Dofollow gesetzt ist, damit Google den Link in der Suche miteinbezieht und die Seite dadurch besser in den SERPs gerankt wird.

Nehmen wir an, du hast eine Agentur beauftragt einen Artikel für dich auf der gewünschten Linkquelle zu veröffentlichen. Der Artikel hat einen Dofollow-Link und ist nicht gekennzeichnet.

Nach der Veröffentlichung stellst du nun aber fest, dass deine Ziel-URL auf Nofollow gestellt ist, weil der Publisher ein Content-Management-System benutzt, das automatisch das Nofollow-Attribut für externe Links verwendet.

Du bittest nun deine Agentur diesen Fehler zu beheben und freust dich, dass die Ziel-URL nachträglich auf Dofollow korrigiert wurde. Doch so einfach ist das jedoch nicht.

Die Ziel-URL sollte eigentlich auf Dofollow gestellt werden.

Wurde der Beitrag mit der Ziel-URL bereits veröffentlicht und von Google indexiert, kann eine nachträgliche Änderung des Nofollow-Attributs mehr Schaden anrichten als dass es hilft und im worst case kann das zu einer Abstrafung kommen.

Solange aber die Seite noch nicht indexiert und gecrawlt wurde, kann eine Änderung von Nofollow auf Dofollow ohne Probleme vorgenommen werden.

Wann eine Seite tatsächlich gescannt wird, ist abhängig von der Größe und Stärke der Seite. Nicht zu vergessen das Crawl-Budget, alsodie Anzahl der Seiten, die Google täglich scannt. Abhängig ist dieses von der Größe der Webseite und wie häufig sich etwas ändert.

Wenn du eine Änderung am veröffentlichten Artikel vornehmen möchtest, dann sei bitte schneller als Speedy Gonzales! Wenn du wissen willst, ob dein Artikel schon im Index ist, gibst du einfach die URL in den Google Suchschlitz ein. Kommt kein Ergebnis bist du noch im Rennen und kannst bedenkenlos eine Änderung vornehmen. Ist der Artikel aber bereits indexiert, dann ändere am Artikel einfach etwas mehr ab. Füge zum Beispiel einen Absatz ein. Dadurch wirkt es auf Google natürlicher.

Fazit zu bezahltem Linkaufbau – Let’s do it!

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Video: In diesem Video vom 28.06.2019 bestätigte John Müller, dass Links sehr wichtig sind, da es für Google sonst sehr schwierig wird den Content überhaupt zu finden. Zudem sagte er, dass Backlinks nicht als kritisch angesehen werden, solange der Content gut ist.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass künstlicher Linkaufbau langfristig, ohne Sorge einer Abstrafung betrieben werden kann. Wichtig ist nur, dass du dich an gewisse Dinge hältst und Google keinen offensichtlichen Grund einer Manipulation lieferst.

Wenn du alle Tricks und Tipps beachtest, wirst du Schritt für Schritt Rankings bei Google erhalten. Ich wünsche dir ganz viel Erfolg!

Gesina Kunkel
Die Leidenschaft fürs Online Marketing habe ich 2017 während meiner Zeit als Regisseurin entdeckt. Wenige Jahre später habe ich mich dem Online Marketing voll und ganz hingegeben. Die Suchmaschine Google befindet sich im stetigen Wandel mit dem Ziel die Nutzer bestmöglich zu verstehen. Das hat zur Folge, dass Suchmaschinenoptimierung deutlich anspruchsvoller und technisch komplexer wird. Um weiterhin unsere Kunden erstklassige zu betreuen und mit ihnen zu arbeiten, bilde ich mich stetig weiter, gebe regelmäßig Vorträge zu Themen wie Content Distribution auf internationalen Fachkonferenzen und trete als Autorin im MEGA-Magazin in Erscheinung. Privat halte ich mich mental wie körperlich fit, mache Ausdauer- und Krafttraining, höre klassische Musik und habe eine Vorliebe für gutes veganes Essen.